Suhl liegt eingebettet im Tal von Lauter und Hasel am Südhang des Thüringer Waldes, umgeben von Bergen zwischen 650 und 983 Metern Höhe. Die Stadt ist Teil des kreisübergreifenden Oberzentrums Südthüringen und wird von Gipfeln wie dem Großen Beerberg und dem Schneekopf überragt. Im Norden grenzt sie an Zella-Mehlis, im Süden an Schleusingen, während sich im Osten das Biosphärenreservat Vessertal anschließt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Bronzezeit, doch die eigentliche Entwicklung begann mit der Ansiedlung keltischer Stämme um 500 v. Chr. Urkundlich erstmals als „Sulaha“ erwähnt, entwickelte sich Suhl im Mittelalter zu einem Zentrum des Bergbaus und der Eisenverarbeitung. Die Waffenherstellung prägte die Stadt seit dem 16. Jahrhundert, als sich Büchsenschmiede aus Nürnberg und Augsburg niederließen. Im 19. Jahrhundert wurde Suhl durch Rüstungsbetriebe bekannt, doch nach der Wende verlor die Stadt durch den Strukturwandel einen Großteil ihrer Bevölkerung.
Heute verbindet man Suhl mit seiner langen Tradition als Waffenstadt und mit Persönlichkeiten wie dem volkstümlichen Musiker Herbert Roth. Die Stadt ist auch ein Zentrum des Wintersports, etwa durch Vereine wie den VfB 91 Suhl. Die umliegenden Berge bieten zudem Wander- und Erholungsmöglichkeiten, während die historische Hauptkirche St. Marien auf dem Kirchberg als Wahrzeichen gilt.