Süsel liegt im ostholsteinischen Hügelland nahe der Lübecker Bucht, zwischen den Orten Eutin und Scharbeutz. Die Gemeinde erstreckt sich über ein Gebiet mit sanften Erhebungen und Feuchtwiesen, das zum Hinterland der Ostsee gehört. Im Norden grenzt sie an Eutin und Kasseedorf, im Osten an Altenkrempe und Sierksdorf, im Süden an Scharbeutz und im Westen an Ahrensbök und Bosau.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in der Süseler Schanze, einer slawischen Wallburg am Süseler See. Bis ins zwölfte Jahrhundert war der Ort ein wichtiger Ort der wendischen Bevölkerung, bevor friesische Siedler die feuchten Niederungen urbar machten. Die romanische St.-Laurentius-Kirche entstand im Zuge der Christianisierung und zählt zu den Vicelinkirchen, die auch in Bosau und Ratekau zu finden sind. Ein markantes Bauwerk ist der Gömnitzer Turm, ein Backsteinturm, der 1827 als Ersatz für einen riesigen Baum errichtet wurde, der als Orientierungshilfe für die Schifffahrt gedient hatte.
Heute prägen vor allem das Krankenhaus in Middelburg und die Wasserskiliftanlage am Rumpelsee das Bild der Gemeinde. Der Gömnitzer Turm, der auf 105,8 Metern Höhe steht, ist ein beliebtes Ausflugsziel und wurde mehrfach restauriert. Persönlichkeiten wie der Fotograf Carl Ferdinand Stelzner oder der Admiral Paul Behncke stammen aus Süsel. Die Gemeinde ist verkehrsgünstig an die Bundesstraße 76 angebunden und wird von mehreren Buslinien erschlossen.