Ratekau liegt im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein, etwa zehn Kilometer nördlich von Lübeck. Die Gemeinde besteht aus mehreren Dorfschaften mit ländlichem Charakter, die sich um den Hemmelsdorfer See und in der Nähe der Lübecker Bucht gruppieren. Zu den größten gehören Sereetz, Pansdorf und Techau. Durch das Gebiet führen wichtige Autobahnen wie die A 1, die A 20 und die A 226, die eine gute Anbindung an das Fernstraßennetz bieten.
Die Geschichte der Region reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie Grabhügel wie der Grellberg belegen. Früher war das Gebiet von Wenden besiedelt, deren Rundlingsdörfer noch heute in Pansdorf mit dem slawischen Burgwall Blocksberg erkennbar sind. Nach der Christianisierung entstanden Befestigungen wie die Wehranlage in Hobbersdorf oder die Burg im Ruppersdorfer See. Die Ratekauer Feldsteinkirche, eine Rundturmkirche, zählt zu den Vizelin-Kirchen und prägt das Ortsbild. Bekannt wurde Ratekau durch die Kapitulation preußischer Truppen unter Blücher im Jahr 1806, die hier vor Napoleon kapitulierten.
Heute ist Ratekau durch seine Nähe zu Lübeck geprägt, was sich in Gewerbegebieten und Neubausiedlungen zeigt. Das Naturschutzgebiet Sielbektal und die Kreuzkamper Seelandschaft bieten Erholungsmöglichkeiten. Historische Spuren wie die Blüchereiche und der Gedenkstein erinnern an die napoleonische Zeit. Die Gemeinde ist zudem ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit Autobahnen und Bahnstrecken, darunter der Haltepunkt Pansdorf. Schulen und Bildungseinrichtungen wie die César-Klein-Schule sorgen für eine gute Infrastruktur.