Tata liegt in einer seenreichen Landschaft Ungarns, etwa auf halber Strecke zwischen Wien und Budapest. Die Stadt schmiegt sich an den Öreg-See, umgeben von sanften Hügeln wie dem Gerecse- und Vértes-Gebirge. Durch ihre Lage an der Autobahn M1 ist sie gut angebunden und nur wenige Kilometer von der ungarischen Hauptstadt entfernt.
Die ersten Spuren der Siedlung stammen aus dem 11. Jahrhundert, als eine Benediktinerabtei entstand. Im Mittelalter entwickelte sich Tata zu einer bedeutenden Residenzstadt, besonders unter König Sigismund und König Matthias, die die Burg zu einem prächtigen Palast umgestalten ließen. Später prägten die Esterházy die Stadt, die sie im Barockstil ausbauten und mit Parks, Schlössern und Kirchen verschönten. Auch nach den Türkenkriegen blieb Tata ein kulturelles Zentrum, bis es im 19. Jahrhundert durch ein privates Schlosstheater weiteren Ruhm erlangte.
Heute ist Tata vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt, darunter die teilrekonstruierte Burg mit Museum, das Schloss Esterházy und der Englische Park am Cseke-See. Die Stadt bewahrt auch ihr barockes Erbe mit Werken des Architekten Jakob Fellner, etwa der Kapuzinerkirche oder dem hölzernen Uhrenturm. Persönlichkeiten wie der Erfinder Paul von Jankó oder der Sänger Joci Pápai verbinden ihren Namen mit Tata, während das nationale olympische Trainingszentrum für Sportler eine moderne Einrichtung darstellt.