Tazacorte liegt an der Westküste der Insel La Palma, wo sich eine fruchtbare Ebene über einer steilen Atlantikküste erhebt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich etwa neun Kilometer entlang der Küste und reicht bis zu 300 Meter ins Inselinnere hinein. Im Süden ragt eine durch einen Vulkanausbruch entstandene Lavaplattform ins Meer, auf der sich die Siedlung La Bombilla und ein Leuchtturm befinden. Die Gemeinde grenzt im Norden an Tijarafe und im Osten und Süden an Los Llanos de Aridane.
Die Geschichte des Ortes beginnt mit der spanischen Eroberung La Palmas im Jahr 1492, die hier an der Küste begann. Die günstigen klimatischen Bedingungen und die Wasserversorgung ermöglichten den Anbau von Zuckerrohr, der über Jahrhunderte die Wirtschaft prägte. Aus dieser Zeit stammen noch heute erhaltene Herrenhäuser, die von der Blütezeit des Zuckergeschäfts zeugen. Später wurden Bananenplantagen zur wichtigsten Erwerbsquelle, und heute spielt auch der sanfte Tourismus eine bedeutende Rolle.
Tazacorte besticht durch sein historisches Treppenviertel in der Villa de Tazacorte, das an enge Gassen und alte Häuser im kanarischen oder kolonialen Stil erinnert. Der Ort wird auch „Paris chiquito“ genannt und beherbergt eine Zuckerfabrik aus der Frühzeit. Der moderne Hafen im Norden dient als Fischerei- und Yachthafen und ist der größte der Insel. In der Umgebung finden sich mehrere Lavaröhren, darunter die Cueva de El Perdido, eine der längsten der Insel.