Templin liegt in der brandenburgischen Uckermark auf der Templiner Platte, einer welligen Landschaft mit ausgedehnten Wäldern. Südlich breitet sich die Schorfheide aus, ein großes Waldgebiet, während im Norden das Knehden Moor zum Netzowsee gehört. Die Stadt selbst ist von Seen und morastigen Niederungen umgeben, die einst den Schutz der mittelalterlichen Siedlung verstärkten.
Der Name geht vermutlich auf ein altes Wort für „spitzen Hügel“ zurück und spiegelt die frühe Besiedlung durch Germanen und Slawen wider. Urkundlich taucht Templin erstmals im 13. Jahrhundert auf, als askanische Markgrafen den Ort als strategischen Stützpunkt an wichtigen Handelsrouten zwischen Magdeburg und Stettin ausbauten. Die askanische Burg sicherte die Kreuzung der Straßen, und die Stadt erhielt früh Marktrecht und Befestigungsanlagen. Nach dem Aussterben der Askanier wechselte Templin mehrfach die Herrschaft, bis es 1479 endgültig zu Brandenburg kam.
Heute ist Templin als Thermalsoleheilbad bekannt und lockt mit seiner mittelalterlichen Stadtmauer, die mit halbrunden Wiekhäusern bewehrt ist. Die gut erhaltene Anlage zählt zu den längsten Feldsteinmauern Deutschlands. Im Stadtkern prägen historische Gebäude wie die Petri-Kapelle das Bild, während die umliegenden Seen und Moore Wanderwege bieten. Regelmäßige Veranstaltungen und das Kurangebot unterstreichen die Bedeutung als Erholungsort inmitten einer seenreichen Naturlandschaft.