Therwil liegt im Leimental, an der Westflanke des Bruderholzes, und ist durch zwei Tramlinien mit Basel verbunden. Es grenzt an Aesch, Reinach, Oberwil, Biel-Benken, Witterswil und Ettingen. Das Gemeindegebiet umfasst 763 Hektaren, wovon etwa die Hälfte landwirtschaftlich genutzt wird, ein Viertel aus Wald besteht und ein weiteres Viertel besiedelt ist.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, wie Funde aus dieser Zeit belegen. Im Jahr wurde Therwil erstmals als Terwilre erwähnt, als es von den Grafen von Thierstein an das Kloster Reichenau überging. Später kam das Dorf unter die Herrschaft des Bischofs von Basel und wurde schließlich Teil des Burgrechts der Stadt Basel. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt Therwil Plünderungen, und nach der Französischen Revolution gehörte es zur Raurachischen Republik, bevor es nach dem Wiener Kongress dem Kanton Basel zugeschlagen wurde. Eine direkte Anbindung an Basel erhielt das Dorf durch die Eröffnung der Birsigtalbahn.
Die Kirche St. Stephan mit ihren spanischen Malereien und dem Tabernakel prägt das Ortsbild. Das Dorfmuseum und die Friedhofskapelle mit ihrer Anna-selbdritt-Gruppe sind weitere Sehenswürdigkeiten. Therwil ist bekannt für seine lebendige Vereinslandschaft, darunter der elffache Schweizer Meister im Baseball, die Therwil Flyers, sowie der HC Therwil im Handball. Die Musikgesellschaft Concordia Therwil gestaltet mit Blasmusik zahlreiche Dorfanlässe. Zu den prominenten Persönlichkeiten zählen der Revolutionär Stephan Gutzwiller, der maßgeblich zur Basler Kantonstrennung beitrug, und der Leichtathletik-Club Therwil, der mit Jason Joseph einen mehrfachen Schweizer und Europameister hervorbrachte.