Tittling liegt im niederbayerischen Landkreis Passau und bildet das Zentrum des Dreiburgenlandes. Der Ort erstreckt sich in einer Höhenlage zwischen 400 und 600 Metern westlich der Ilz, eines der letzten Wildflüsse Bayerns. Bekannt ist Tittling für seine markanten Steinbrüche, in denen der namensgebende Tittlinger Granit abgebaut wird. Der Blümersberg, ein 576 Meter hoher Hügel, prägt das Ortsbild und sorgt für eine meist nebelfreie Lage. Von seinem Gipfel reicht bei Föhnwetter die Sicht bis zu den Alpen.
Erstmals erwähnt wird Tittling im Jahr 1155 als Adelssitz. Die Grafen von Taufkirchen besaßen den Ort, bis ihn 1290 der bayerische Herzog erwarb. Seit 1322 besitzt Tittling Marktrechte und veranstaltet viermal jährlich traditionelle Kirtas. Ein verheerender Brand zerstörte 1803 den Markt, darunter Schloss und Pfarrkirche. Der Wiederaufbau führte zur heutigen neugotischen Kirche aus Tittlinger Granit mit ihrem 72 Meter hohen Turm. Im Zweiten Weltkrieg wurde Tittling durch Kampfhandlungen schwer beschädigt, erholte sich jedoch schnell und erhielt später den Status eines staatlich anerkannten Erholungsorts.
Das Museumsdorf Bayerischer Wald zählt zu den größten Freilichtmuseen Europas und zeigt historische Gebäude aus dem Bayerischen Wald. Die neugotische Pfarrkirche St. Vitus mit ihrem markanten Turm ist ein weiteres Wahrzeichen. Der Dreiburgensee und das Ilztal bieten Erholungsmöglichkeiten, während der Blümersberg Wanderern und Sportlern Aussichtspunkte bietet. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Max Peinkofer oder der Bildhauer Karl Mader stammen aus Tittling. Die Gemeinde ist durch die Bundesstraße 85 gut an das Verkehrsnetz angebunden und profitiert vom Donau-Ilz-Radwanderweg.