Torgau liegt im Norden Sachsens am westlichen Ufer der Elbe auf etwa 85 Metern Höhe. Westlich beginnt die Dübener Heide, die sich bis zu Städten wie Eilenburg und Bad Düben erstreckt. Im Süden schließt sich der Große Teich an, gespeist vom Schwarzen Graben, und weiter südlich folgt der Torgauer Ratsforst. Größere Nachbarstädte sind im Westen Eilenburg, im Süden Bad Schmiedeberg und im Osten Riesa.
Erstmals erwähnt wurde Torgau 973 unter dem Namen Torgove, wobei der Ort bereits früh als Marktort Bedeutung hatte. Im 13. Jahrhundert wurde Torgau als Stadt bezeichnet, und 1344 gründete sich hier die Bürgerwehr „Die Geharnischten“. Die Stadt wurde zur Residenz der ernestinischen Kurfürsten, die mit Schloss Hartenfels das politische Zentrum der Reformation machten. Hier entstanden 1530 die Torgauer Artikel, und Johann Walter wirkte als Stadtkantor. Später verlor Torgau an Bedeutung, blieb aber ein Symbolort der Reformation.
Berühmt wurde Torgau durch die Begegnung an der Elbe 1945, als sich sowjetische und US-amerikanische Truppen bei der Stadt trafen. Das Schloss Hartenfels und das Sterbehaus von Katharina von Bora sind bedeutende Sehenswürdigkeiten. Das ehemalige Wehrmachtgefängnis Fort Zinna erinnert heute an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Stadt verbindet historische Ereignisse mit landschaftlicher Schönheit an der Elbe.