Trebesing liegt im Liesertal in Oberkärnten, umgeben von den Hohen Tauern und den Nockbergen. Die Lieser durchfließt das Gebiet, das sich von ihrem Ufer westwärts bis zum Reißeck erhebt, dem höchsten Berg der Gemeinde. Drei Katastralgemeinden – Altersberg, Radl und Trebesing – gliedern das Gemeindegebiet, das an den Nationalpark Hohe Tauern grenzt.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1206 als „Trebozingen“, doch vermutlich entstand der Ort bereits im 10. Jahrhundert unter den Grafen von Lurn. Später kam er in den Besitz der Erzbischöfe von Salzburg. Im 16. Jahrhundert begann im Radlgraben der Bergbau auf Erze und Edelmetalle, der bis ins 20. Jahrhundert betrieben wurde. Danach prägten Holzwirtschaft und Fremdenverkehr die Entwicklung. Drei private Mineralquellen und ein Heilbad entstanden, darunter einer in Zlatting.
Sehenswürdigkeiten wie die wiederaufgebaute Filialkirche Hl. Margarethe oder die Evangelische Kirche zeugen von der Geschichte. Schloss Mallenthein, ein Jagdschloss aus dem 16. Jahrhundert, und die Ruine eines Schmelzofens erinnern an den früheren Bergbau. Die Gemeinde liegt an der historischen Römerstraße und wird von der Tauernautobahn durchzogen. Ein grün-weißes Wappen mit Quellen und Greifenkopf symbolisiert die Verbindung zu Heilquellen und den Herren von Mallenthein.