Trogir liegt in Mitteldalmatien, etwa 15 Kilometer westlich von Split, und ist eine Hafenstadt an der Adriaküste. Der historische Kern der Stadt befindet sich auf einer Insel, die über eine Steinbrücke mit dem Festland verbunden ist. Eine weitere Verbindung besteht zur Insel Čiovo, die über eine Klappbrücke erreichbar war, bis 2018 eine neue Brücke den direkten Zugang zum Festland ermöglichte.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 3. Jahrhundert v. Chr. als griechische Siedlung reicht. Nach dem Aufstieg der nahegelegenen Stadt Salona verlor Trogir an Bedeutung, bis slawische Flüchtlinge aus Salona im 7. Jahrhundert hier eine neue Heimat fanden. Im 9. Jahrhundert wurde die Stadt tributpflichtig den kroatischen Herrschern, und im 11. Jahrhundert wurde sie zum Bischofssitz. Nach der Zerstörung durch die Sarazenen im 12. Jahrhundert erlebte Trogir eine Blütezeit und stand später unter ungarischer, venezianischer und österreichischer Herrschaft, bevor es 1991 Teil Kroatiens wurde.
Trogir ist vor allem für seine gut erhaltene Altstadt bekannt, die seit 1997 zum UNESCO-Welterbe zählt. Die Stadt vereint romanische, gotische, Renaissance- und Barockbauten und beherbergt bedeutende Bauwerke wie die St.-Laurentius-Kathedrale mit ihrem berühmten Hauptportal von Radovan. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Festung Kamerlengo, der Fürstenpalast und die Stadtloggia. Trogir diente zudem als Drehort für bekannte Filme und Serien wie „Winnetou 3. Teil“ und „Game of Thrones“.