Uelzen liegt im Nordosten Niedersachsens am Rande der Lüneburger Heide und wird vom Fluss Ilmenau durchzogen. Die Stadt ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt an der Nord-Süd-Achse Hamburg–Hannover und der West-Ost-Achse Bremen–Berlin. Wirtschaftlich bedeutsam ist zudem ihre Lage am Elbe-Seitenkanal. In der Umgebung erstrecken sich mehrere Naturparks mit Mooren, Wäldern und Heideflächen, darunter der Naturpark Lüneburger Heide und das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als am Ostufer der Ilmenau ein Kloster entstand, von dem noch die Klosterkirche Oldenstadt zeugt. Um 1250 zogen Einwohner wegen Streitigkeiten mit dem Bischof an das Westufer und gründeten dort eine neue Siedlung, die 1270 Stadtrechte erhielt. Als Mitglied der Hanse erlebte Uelzen eine Blütezeit durch Handel mit Honig, Wachs, Holz und Leinen. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt mit einer starken Mauer und mehreren Toren befestigt.
Uelzen ist geprägt von Fachwerkarchitektur und norddeutscher Backsteingotik, darunter das Alte Rathaus mit einer Inschrift zur Stadtrechtsverleihung. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das „Goldene Schiff“, eine Nachbildung einer Hansekogge, die in der St.-Marien-Kirche aufbewahrt wird. Die Stadt feiert mit dem Uelzischen Armenessen eine der ältesten karitativen Veranstaltungen der Welt, die auf eine Belagerung im 14. Jahrhundert zurückgeht. Zudem war Uelzen einst eine bedeutende Brauerstadt mit über 50 Brauhäusern.