Ummanz liegt auf der gleichnamigen Insel vor der Westküste Rügens und gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen. Teile der Gemeinde erstrecken sich auch auf das gegenüberliegende Festland. Unbewohnte Inseln wie Heuwiese und Urkevitz zählen ebenfalls zum Gebiet. Eine Brücke bei Waase verbindet die Insel seit über einem Jahrhundert mit dem Festland. Die Landschaft ist geprägt vom Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der im Osten an Gingst grenzt.
Die Insel war jahrhundertelang Teil wechselnder Herrschaften: vom Fürstentum Rügen über Schwedisch-Pommern bis zur preußischen Provinz. Nach der deutschen Wiedervereinigung gehörte Ummanz zunächst zum Landkreis Rügen, bevor es 2011 im Zuge einer Kreisreform dem heutigen Landkreis Vorpommern-Rügen zugeordnet wurde. Einige Ortsteile wie Dubkevitz oder Varbelvitz waren über Jahrhunderte von Adelsfamilien geprägt, deren Spuren sich in Gutshäusern und Landbesitz niederschlugen.
Besonders bekannt ist die St.-Marien-Kirche in Waase mit ihrem spätgotischen Antwerpener Retabel. Alte Reetdachhäuser und ein kleines Museum ergänzen das Bild. Ein Deichradweg führt entlang der Boddenküste, während ein Dokumentarfilm aus der DDR-Zeit die Bürgermeisterin Hannelore Abendroth porträtiert. Die Gemeinde verbindet damit historische Bauten, Naturerlebnisse und lokale Kultur.