Verneřice liegt im Norden Böhmens, eingebettet im Tal des Bobří potok, auch Bieberbach genannt. Die Stadt befindet sich im Böhmischen Mittelgebirge, etwa auf halber Strecke zwischen Ústí nad Labem und Děčín. Mit ihren Ortsteilen wie Loučky und Rychnov erstreckt sie sich über eine abwechslungsreiche Landschaft mit bewaldeten Hügeln und fruchtbaren Tälern.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1384, als er noch Wernhersdorf hieß. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem kleinen Städtchen und erhielt 1522 das Recht, ein eigenes Wappen zu führen. Prägend war die Textilindustrie, die hier ihren Anfang nahm: 1770 gründete Johann Josef Leitenberger die erste Kattunspinnerei Böhmens, und 1797 entstand die erste maschinelle Baumwollspinnerei der Habsburgermonarchie.
Heute ist Verneřice vor allem für seine historische Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg bekannt, die im 18. Jahrhundert von Jesuiten errichtet wurde. Die Stadt war einst ein Zentrum der Textilproduktion und des Braunkohleabbaus, doch heute zieht sie Besucher mit ihrer malerischen Umgebung an. Wanderwege führen zu Aussichtspunkten wie der „Räuberhöhle“ oder dem Zinkenstein, die einst von Bergleuten und Ausflüglern genutzt wurden.