Valdisotto liegt in den norditalienischen Alpen, etwa sechzig Kilometer nordöstlich von Sondrio. Die Gemeinde gehört zur Provinz Sondrio und zur Comunità Montana dell’Alta Valtellina. Im Osten grenzt sie an den Nationalpark Stilfserjoch, während der Fluss Adda das Gebiet durchfließt und einen schmalen Korridor zwischen dem Becken von Bormio und dem Veltlin bildet. Zu Valdisotto zählen mehrere Ortsteile wie Oga, Cepina und Sant’Antonio Morignone.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Abtei des Heiligen Columbanus aus Bobbio verbunden, die im Mittelalter hier Besitzungen hatte. Ein prägendes Ereignis war die Naturkatastrophe vom Juli, als ein Erdrutsch den Weiler Aquilone zerstörte und zahlreiche Menschenleben forderte. Dabei wurde auch der Ort Sant’Antonio Morignone vollständig vernichtet, während die Kirche San Bartolomeo de Castelàz dank ihrer erhöhten Lage verschont blieb.
Besonders bekannt ist Valdisotto für seine beiden Skigebiete, darunter eines auf dem Vallecetta-Berg, das mit den Pisten von Bormio und Isolaccia verbunden ist. Im Ortsteil Oga erhebt sich die Pfarrkirche San Lorenzo e Colombano, die an die Heiligen Laurentius und Columban erinnert. Ein weiteres bedeutendes Bauwerk ist das Beinhaus in Cepina aus dem 18. Jahrhundert, das als Nationaldenkmal gilt und später als Baptisterium genutzt wurde. Jährlich werden in Oga zu Ehren des Heiligen Laurentius große Feuer entzündet.