Varese liegt im Norden Italiens, zwischen dem Lago Maggiore und dem Comer See, nahe der Schweizer Grenze. Der Hausberg Campo dei Fiori ragt bis über 1200 Meter auf, während die Stadt selbst auf etwa 380 Metern Höhe erbaut ist. Der Lago di Varese, nur wenige Kilometer entfernt, prägt das Bild ebenso wie die umliegenden Hügel. Mit rund 79.000 Einwohnern ist sie eine der größeren Städte der Lombardei und etwa 55 Kilometer von Mailand entfernt.
Die Gegend um Varese ist seit Jahrtausenden besiedelt, der Name leitet sich vermutlich von einem keltischen Wort für Wasser ab. Kelten, Römer und Langobarden hinterließen ihre Spuren, bevor die Stadt im Mittelalter unter mailändische Herrschaft geriet. Im 16. Jahrhundert wurde der Sacro Monte di Varese als Pilgerstätte erbaut, der heute zum UNESCO-Welterbe zählt. Im 19. Jahrhundert spielte Varese eine Rolle im Risorgimento, als garibaldische Truppen hier gegen österreichische Truppen kämpften.
Die Stadt besticht durch ihre barocke Wallfahrtsanlage Sacro Monte mit seinen 14 Kapellen und Fresken. Historische Bauwerke wie die Basilika San Vittore, das Castello di Masnago mit moderner Kunst oder die Villa Panza mit ihrer Sammlung zeitgenössischer Kunst prägen das Stadtbild. Industrie und Bildung sind heute wichtige Standorte: Flugzeughersteller und Elektrokonzerne haben hier ihren Sitz, und die Universität Insubria verbindet Varese mit Como.