Vernířovice liegt versteckt im Südwesten des Altvatergebirges, wo das Flüsschen Merta und sein Zufluss Kamenný potok ein enges Tal formen. Umgeben von hohen Bergen wie dem Mravenečník und dem Velký Máj, die bis über 1300 Meter aufragen, wirkt der Ort wie eine grüne Insel zwischen steilen Hängen. Im Norden grenzt es an Sedmidvory, im Süden an Rudoltice und Sobotín, während das Pumpspeicherwerk Dlouhé stráně unweit im Nordosten thront.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im 16. Jahrhundert, als er nach langer Wüstungszeit wieder besiedelt wurde. Die Herren von Zierotin trieben die Ansiedlung voran, da in der Umgebung Hämatit abgebaut wurde, der in der Zöptauer Eisenhütte verarbeitet wurde. Ein dunkles Kapitel der Geschichte war der Hexenprozess von Groß Ullersdorf, ausgelöst durch einen Hostienraub in der Zöptauer Kirche durch eine Bettlerin aus Wermsdorf. Später prägte eine Papiermühle das Dorf, bis sie im 20. Jahrhundert niederbrannte.
Heute ist Vernířovice vor allem für seine unberührte Natur bekannt, darunter ein Buchenurwald mit vielen Ameisen und ein Specksteinvorkommen. Die Kirche des hl. Matthäus, eine ehemalige Friedhofskapelle aus dem 18. Jahrhundert, ist ein weiteres Wahrzeichen. Reste alter Bergwerke und ein ökologischer Lehrpfad erinnern an die industrielle Vergangenheit. Der österreichische Maler Rudolf Buchner stammt aus diesem Ort, der nach der Vertreibung der deutschen Bewohner neu besiedelt wurde.