Sobotín liegt im Norden Mährens, nahe der Stadt Šumperk und der Grenze zu Mährisch-Schlesien. Der Ort erstreckt sich im Tal der Merta, die durch das Altvatergebirge fließt. Die Landschaft ist geprägt von bewaldeten Hügeln und dem Flusslauf, der sich durch das Gebirge schlängelt.
Erstmals erwähnt wurde Sobotín im Jahr. Der Ort gehörte lange zur Adelsfamilie Zierotin. Ein bekanntes Ereignis war der Hostiendiebstahl einer Bettlerin in der Kirche von Palmarum, der 1678 Hexenprozesse in Groß Ullersdorf auslöste. Später prägte die Eisenverarbeitung den Ort: Joachim Stettenhofen gründete in den 1770er Jahren eine Eisenhütte, und die Brüder Klein bauten im 19. Jahrhundert ein Stahlwerk, das Brücken- und Eisenbahnteile produzierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg verließen die Deutschmährer den Ort, und neue Siedler aus dem Landesinneren, Wolhynien und der Slowakei kamen hinzu.
Heute ist Sobotín vor allem für seine Industriegeschichte bekannt. Das Stahlwerk der Gebrüder Klein war einst ein wichtiger Arbeitgeber. Auch der Tourismus spielt eine Rolle, besonders für inländische Gäste. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Klepáčov und Rudoltice. Ein besonderes Gedenken gilt Maria Paschallis Jahn, einer Nonne, die 1945 hier erschossen wurde und deren Grab gepflegt wird.