Voerde liegt am unteren Niederrhein, rechts des Flusses und am nordwestlichen Rand des Ruhrgebiets. Südwestlich erstreckt sich der Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland, während die Städte Dinslaken und Wesel in wenigen Kilometern Entfernung liegen. Das Stadtgebiet gliedert sich in elf Stadtteile, die keine eigenständigen Ortschaften bilden.
Der Name geht auf eine alte Furt über einen Rheinarm zurück, die schon zur Römer- und Frankenzeit genutzt wurde. Urkundlich taucht Voerde erstmals im 14. Jahrhundert als Lehnsgut der Abtei Werden auf, doch bereits im 14. Jahrhundert umfasste der Gerichtsbezirk Götterswickerhamm das heutige Stadtgebiet. Im 17. Jahrhundert erhielt Voerde zeitweise den Status einer Herrlichkeit, verlor ihn jedoch während der Franzosenzeit. Nach wechselnden Zugehörigkeiten zu verschiedenen Kreisen wurde Voerde 1981 zur Stadt erhoben.
Besonders bekannt ist Voerde für seine Wasserburg Haus Götterswick aus dem 12. Jahrhundert, die lange als Pfarrhaus diente. Seit 1972 wird hier Karneval gefeiert, und die Stadt unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Alnwick in England und eine Patenschaft zu Handlová in der Slowakei. Das Stadtwappen vereint heraldische Elemente der Herrschaft von Syberg und der Herzöge von Kleve.