Hamminkeln liegt im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen am unteren Niederrhein und gehört zum Kreis Wesel. Die Gemeinde mit Stadtrecht erstreckt sich über sieben Ortsteile und ist Teil der Euregio Rhein-Waal. Die Issel durchfließt das Gebiet von Raesfeld bis zur Grenze nach Wesel, während der Rhein etwa zwölf Kilometer westlich liegt. Rund zwei Drittel des Stadtgebiets gehören zum Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland, nahe der niederländischen Grenze.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 946 unter dem Namen „Hamwinkile“. Im Mittelalter markierte die Issel die Grenze zwischen Franken und Sachsen, später zwischen Ost- und Mittelreich. Die Wasserburg Ringenberg, ursprünglich eine Grenzfeste, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und später im niederländischen Barockstil wiederaufgebaut. Hamminkeln wechselte mehrfach die Herrschaft, von Spanien über die Niederlande bis zu Preußen, und war Schauplatz des Achtzigjährigen Kriegs sowie der Schlacht bei Meer im Siebenjährigen Krieg.
Heute prägen die sieben Ortsteile das Bild der Stadt, darunter Dingden und Mehrhoog als größere Siedlungsschwerpunkte. Die rekonstruierte Wasserburg Ringenberg und die historische Landschaft des Niederrheins sind markante Merkmale. Die Stadt ist bekannt für ihre Rolle während der Operation Varsity 1945, als alliierte Fallschirmjäger hier landeten. Seit 1995 führt Hamminkeln den Stadttitel.