Vroutek liegt in Westböhmen, eingebettet in die sanften Hügel des Duppauer Gebirges, dort wo es zum Rakonitzer Bergland übergeht. Rechts am Bach Podhora gelegen, verbindet die Stadt die Verkehrswege zwischen Podbořany und Chyše sowie die Eisenbahnstrecke von Ústí nad Labem nach Plzeň. Südlich breitet sich der Stausee Vidhostice aus, während im Umkreis Nachbarorte wie Buškovice, Kryry oder Mukoděly das Bild prägen.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1227, als Kojata IV. von Hrabischitz ihn dem Kloster Zderaz übergab. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Vroutek zu einem kirchlichen Zentrum und erhielt vermutlich in dieser Zeit Stadtrechte. Nach wechselnden Besitzern – darunter die Herren von Schönburg, Lobkowitz und Czernin von Chudenitz – wurde die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges schwer getroffen. Deutsche Siedler prägten später das Leben, bis nach dem Zweiten Weltkrieg die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung folgte.
Die Stadt bewahrt historische Bauwerke wie die romanische Kirche Jacobus des Älteren aus dem frühen 13. Jahrhundert oder die barocke Kirche Johannes des Täufers von 1726. Auf dem Marktplatz steht eine Pestsäule mit einer Pietà aus dem Jahr 1711. Im Ortsteil Lužec wird das Schloss Lust derzeit rekonstruiert, während die Ruine Lina an vergangene Zeiten erinnert. Persönlichkeiten wie der Buchdrucker Gregor Ritzsch oder der Mediziner Hubert Titlbach verbinden ihren Namen mit der Stadt.