Podbořany liegt im westlichen Böhmen, eingebettet in die Saazer Pfanne nördlich des Rakonitzer Berglandes. Am rechten Ufer des Dolánecký potok und seines Zuflusses Kyselý potok gelegen, ist die Stadt nur wenige Kilometer von Žatec entfernt. Die umliegende Landschaft wird von sanften Hügeln und fruchtbaren Ebenen geprägt, während Nachbarorte wie Vroutek im Südwesten oder Krásný Dvůr im Nordwesten das Stadtbild umgeben.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1369, doch seine Entwicklung wurde maßgeblich durch Adelsfamilien wie die von Guttenstein und später die Grafen von Schlick geprägt. Christoph d. J. Schlick verlieh Podbořany 1575 die Stadtrechte, nachdem die Siedlung zuvor unter wechselnden Herrschaften stand. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung durch Industrieansiedlungen, darunter die Steingut- und Ofenfabrik L. & C. Hardtmuth, und erhielt mit dem Bau der Eisenbahnlinie nach Saaz einen eigenen Bahnhof.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie die barocke Stadtkirche St. Peter und Paul oder das Alte Rathaus, das heute als Stadtmuseum dient. Besonders sehenswert ist die gotische Wasserburg Hlubany, ein Festes Haus aus dem 14. Jahrhundert, das auf einer künstlichen Insel in einem Teich thront. Persönlichkeiten wie der Kontroverstheologe Paul Felgenhauer oder der Maler Karl Stanka wurden hier geboren. Die Verbindung zu deutschen und tschechischen Traditionen zeigt sich auch in den Partnerschaften, etwa mit Kronach in Deutschland.