Wackernheim liegt als Ortsbezirk der Stadt Ingelheim am Rhein in einem Seitental des Rheins, etwa sieben Kilometer westlich von Mainz. Eingebettet zwischen den Naturschutzgebieten Rabenkopf, Layenhof und Mainzer Berg grenzt es im Osten an den Mainzer Stadtteil Finthen und im Westen an den Ingelheimer Stadtteil Ober-Ingelheim. Weitere Nachbarorte sind Heidesheim am Rhein im Norden sowie Schwabenheim an der Selz, Stadecken-Elsheim und Essenheim im Süden. Zum Ort gehört auch der Wohnplatz Haus Vetter.
Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr, als ein Weinberg an das Kloster Fulda geschenkt wurde. Der Name wechselte im Laufe der Zeit zwischen Vuacharenheim, Vuacharenberg und Wachernheim, bis sich schließlich die heutige Schreibweise durchsetzte. Wackernheim war einst ein Reichsdorf und verfügte über mittelalterliche Wasserleitungen der Karlsquellen sowie römische Mauerreste. Die Bewohner lebten traditionell von Landwirtschaft und Obstanbau, später kam Gewerbe hinzu, doch blieb der Ort vor allem eine Wohngemeinde.
Prägend für Wackernheim ist die katholische Kirche „Schmerzen Mariens“, die 1733 fertiggestellt wurde. Vereine wie die Freiwillige Feuerwehr, der Turn- und Sportverein mit über 800 Mitgliedern oder der Carneval Club bereichern das Gemeinschaftsleben. Das Ortswappen zeigt den Reichsadler im goldenen Feld, ein Hinweis auf die historische Bedeutung als Reichsdorf. Partnerschaften bestehen mit Daix in Burgund und Roncà in Italien. Persönlichkeiten wie der Psychologe Hellmuth Benesch oder die Rheinhessische Weinmajestät Levin McKenzie stammen aus Wackernheim.