Waidring liegt im österreichischen Bundesland Tirol, eingebettet zwischen den Loferer Steinbergen und der Steinplatte. Das Dorf befindet sich im Strubtal, wo der Loferbach und der Haselbach zusammenfließen, nahe der Grenze zu Bayern und Salzburg. Eine Besonderheit ist die Talwasserscheide bei Waidring, von der aus sich das Tal als Waldgebiet bis ins Leukental fortsetzt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Waidring im 12. Jahrhundert unter dem Namen Waitheringin, was auf eine frühe Besiedlung hindeutet. Im Mittelalter wechselten Grund- und Landesherrschaft mehrfach, bis Waidring schließlich 1504 Tirol zugeordnet wurde. Im 19. Jahrhundert erlitt der Ort Plünderungen durch bayerische Truppen, und die Gemeinde wechselte kirchenrechtlich vom Bistum Chiemsee zur Erzdiözese Salzburg. Ein bekannter Vorfall war 1945 die Festnahme des nationalsozialistischen Publizisten Julius Streicher durch US-Soldaten.
Die barocke Pfarrkirche mit ihren Heiligen Vitus und Nikolaus prägt das Ortsbild. Waidring ist zudem ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer und Skifahrer, die die Steinplatte und das Pillerseetal erkunden. Der Tourismusverband Pillerseetal verbindet Waidring mit umliegenden Gemeinden. Persönlichkeiten wie der Geigenbauer Johann Jakob Stainer oder der Skifahrer Günther Foidl stammen aus Waidring, während Musiker wie Wolfgang Ambros hier leben.