Wałcz liegt in der Woiwodschaft Westpommern auf einem flachen Höhenzug, umgeben von einem ausgedehnten Buchenwaldgebiet. Etwa zwanzig Kilometer nordwestlich befindet sich Piła, während Stettin und Koszalin in größerer Entfernung liegen. In der Nähe liegen der Schloss- und der Radaunsee, die der Stadt den Beinamen „Perle der Grenzmarkstädte“ einbrachten.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1249 als Dorf namens villa Cron, das später verschiedene Namensformen wie Arnskrone oder Wałcz trug. Anfangs gehörte die Siedlung dem Templerorden, bevor sie in den Besitz der Askanier überging. Die Stadtgründung erfolgte 1303 unter dem Namen Arneskrone, doch blieb sie lange zwischen Brandenburg, Polen und dem Deutschen Orden umkämpft. Nach wechselnder Herrschaft wurde sie 1773 preußisch und erhielt den Namen Deutsch Krone. Wirtschaftlich profitierte die Stadt von der Eisenbahnanbindung und entwickelte sich zu einem Knotenpunkt mit Gewerbebetrieben.
Heute ist Wałcz als Kreisstadt des Powiat Wałecki bekannt und beherbergt ein Gymnasium, das auf eine alte Lateinschule zurückgeht. Die Stadt ist von Wäldern und Seen geprägt und dient als Ausflugsziel. Ihre wechselvolle Geschichte spiegelt sich in Bauwerken wie der evangelischen Kirche und dem ehemaligen Gymnasium wider, das auf den Standort einer Jesuitengründung zurückgeht.