Waldburg liegt im oberösterreichischen Mühlviertel auf etwa 685 Metern Höhe und erstreckt sich über acht Kilometer von Nord nach Süd und sieben Kilometer von West nach Ost. Fast ein Drittel des 26 Quadratkilometer großen Gemeindegebiets ist bewaldet, während zwei Drittel landwirtschaftlich genutzt werden. Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Schwandt und Waldburg und gehört zum Gerichtsbezirk Freistadt.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als ein Maierhof und wenig später eine Pfarrkirche entstanden. Ein Rittergeschlecht namens Hezelo de Waldpurch wird um 1220 erwähnt. Im Lauf der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, darunter zu den Starhembergern, und das Gebiet wurde Teil des Fürstentums Österreich ob der Enns. Kriege, Brände und der Bauernaufstand prägten die Entwicklung, bis sich die Gemeinde 1875 mit Schwandt zusammenschloss und später durch Eingemeindungen weiter wuchs.
Besonders bekannt ist Waldburg für seine spätgotische Pfarrkirche mit drei Flügelaltären aus dem frühen 16. Jahrhundert und den Überresten einer mittelalterlichen Höhenburg. Ein markantes Wahrzeichen ist das Viadukt der historischen Pferdeeisenbahn, das heute im Gemeindewappen erscheint. Regelmäßige Feste wie der Waldburger Musiksommer und das Herbstkonzert der Trachtenmusikkapelle prägen das kulturelle Leben. Die Gemeinde pflegt zudem eine Partnerschaft mit der gleichnamigen baden-württembergischen Gemeinde Waldburg.