Waldeck liegt eingebettet im nordhessischen Bergland, rund dreißig Kilometer westlich von Kassel. Das Stadtgebiet erstreckt sich vom Nordufer des Edersees, einem der größten deutschen Stauseen, bis hinauf zu den Höhen des Langen Waldes. Die Landschaft ist geprägt von Mittelgebirgszügen, Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen, während die Kernstadt selbst stark vom Fremdenverkehr lebt. Der Edersee, umgeben von geschützten Nordhängen, gehört seit 2020 zum Nationalpark Kellerwald-Edersee.
Die Wurzeln Waldecks reichen bis ins Mittelalter zurück, als eine Burg namens Waldeck entstand und sich ein Grafengeschlecht nach ihr benannte. Im 12. Jahrhundert prägte diese Linie die Region, später wurde sie zum Namensgeber für Grafschaft, Fürstentum und Landkreis. Die heutige Stadt entstand erst 1971 durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden, darunter die Kernstadt Waldeck und die ehemalige Stadt Sachsenhausen, die als Verwaltungssitz diente. Weitere Eingemeindungen folgten bis 1976, sodass Waldeck seine heutige Form erhielt.
Das Schloss Waldeck thront als Wahrzeichen über der Stadt und ist eng mit der Geschichte der Region verbunden. Die Stadtkirche in der Kernstadt spielte eine wichtige Rolle bei der Einführung der Reformation. Am Edersee locken Strandbad und Uferpromenade, während das Pfingstreitturnier und der Edersee-Triathlon jährlich zahlreiche Besucher anziehen. Die Waldecker Bergbahn verbindet das Seeufer mit dem Schlossberg und bietet einen Panoramablick über die umliegende Mittelgebirgslandschaft.