Vöhl liegt im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg und erstreckt sich beiderseits des westlichen Endes des Edersees. Der Kernort befindet sich in einem Talkessel des Aselbachs, umgeben von Wäldern im Westen, Süden und Osten, während sich im Norden landwirtschaftlich genutzte Flächen ausdehnen. Die Gemeinde ist Teil des Naturparks Kellerwald-Edersee und grenzt im Norden an Korbach, im Osten an Waldeck und Edertal, im Süden an Frankenau und Frankenberg sowie im Westen an Lichtenfels.
Die Gegend ist seit der Steinzeit besiedelt, und der Kernort Vöhl wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Prägend war die Herrschaft Itter, die im Hochmittelalter entstand und deren Gebiet sich mit dem der heutigen Gemeinde deckt. Im 14. Jahrhundert verlegten die Herren Wolff von Gudenberg ihren Sitz nach Vöhl und bauten dort eine Burg. Später wechselte die Herrschaft mehrfach zwischen Hessen und Kurmainz, bis sie 1589 endgültig an Hessen fiel. Im 17. Jahrhundert wurde Vöhl zum Marktflecken erhoben und erhielt das Recht auf regelmäßige Märkte.
Besonders bekannt ist Vöhl heute für seine Lage am Edersee und im Nationalpark Kellerwald-Edersee, wofür die Gemeinde den Zusatz „Nationalparkgemeinde“ trägt. Die Ortsteile wie Oberorke als Luftkurort oder Asel und Marienhagen als Erholungsorte unterstreichen die touristische Bedeutung. Der Martinsmarkt, ein traditioneller Jahrmarkt, wird seit Jahrhunderten gefeiert und ist ein fester Bestandteil des örtlichen Lebens. Die malerische Landschaft mit dem Edersee und dem umliegenden Wald prägt das Bild der Gemeinde.