Waldenbuch liegt im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg, eingebettet am Nordrand des Schönbuchs, eines ausgedehnten Waldgebiets. Der Ort erstreckt sich entlang des Aichtals, wo die namensgebende Aich und ein Seitenbach zusammenfließen. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, deren Höhen zwischen etwa 335 Metern im Tal und fast 500 Metern am Südrand auf dem Betzenberg schwanken. Die Landesstraße 1208 durchquert den Ort von Nord nach Süd und verbindet ihn mit Stuttgart und Tübingen, während die L 1185 dem Aichtal folgt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Waldenbuch im Jahr 1296, doch seine Bedeutung wuchs mit der Verleihung der Stadtrechte im 14. Jahrhundert. Seitdem gehörte es zu Württemberg, zunächst unter Vorbehalt Österreichs, das erst Ende des 15. Jahrhunderts endgültig abgelöst wurde. Im 16. Jahrhundert wurde die alte Burg zum Jagdschloss umgebaut, das bis heute das Stadtbild prägt. Ein Großbrand zerstörte 1721 Teile der Stadt, doch der Wiederaufbau führte zu neuen Strukturen. Im Zweiten Weltkrieg erlitt Waldenbuch schwere Schäden durch einen Luftangriff.
Das Jagdschloss beherbergt heute das Museum der Alltagskultur und ein Schokoladenmuseum, das an die traditionsreiche Produktion der Firma Ritter Sport erinnert. Die Stadtkirche St. Veit mit ihrem markanten Staffelgiebel und der freistehenden Kanzel ist ein Zeugnis der Renaissance-Architektur. Vereine wie der Liederkranz aus dem Jahr 1841 oder die Stadtkapelle prägen das kulturelle Leben. Die umliegenden Schutzgebiete wie das Schaichtal und der Schönbuch laden zu Wanderungen ein, während der Gasthof Krone mit einem Michelin-Stern gastronomische Höhepunkte setzt.