Walding liegt im hügeligen Mühlviertel Oberösterreichs, rund 300 Meter über dem Meeresspiegel. Die kleine Marktgemeinde erstreckt sich über etwa fünf Kilometer in beide Richtungen und umfasst Wälder, Felder und den Mursberg. Südlich verläuft die Rohrbacher Straße, während im Norden der Ort an Rottenegg grenzt.
Frühe Spuren einer Besiedlung finden sich auf dem Burgstall Schwarzgrub, doch der Name Walding taucht erst im frühen 14. Jahrhundert auf. Zuvor gab es im Gebiet den abgegangenen Ort Raotula, der im 8. und 9. Jahrhundert erwähnt wurde. Im Mittelalter gehörte das Land zu Bayern, später zu Österreich ob der Enns. Wirtschaftlich prägten lange Zeit Bergbau und Wallfahrten das Bild, bis der Ort im 18. Jahrhundert seine überregionale Bedeutung verlor. Im 20. Jahrhundert erlebte Walding durch Zuwanderung einen deutlichen Bevölkerungsanstieg.
Heute beeindruckt Walding mit historischen Spuren wie dem Burgstall Waltenstein und dem Edelsitz Walding. Die Pfarrkirche zum heiligen Martin besticht durch moderne Glasfenster, die auf Alfred Stifter zurückgehen. Ein Tiergarten und ein Reiterhof laden zum Verweilen ein. Die Gemeinde verbindet ländlichen Charme mit einer lebendigen Infrastruktur, darunter eine Haltestelle der Mühlkreisbahn und ein vielfältiges Vereinsleben.