Wilhering liegt im oberösterreichischen Zentralraum, westlich von Linz, auf etwa 270 Metern Höhe. Im Norden grenzt die Gemeinde an die Donau, während der Osten und Nordosten vom Kürnberger Wald geprägt ist. Nachbarorte sind Leonding im Osten, Pasching und Kirchberg-Thening im Süden sowie Alkoven im Westen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über fast 30 Quadratkilometer, wobei etwa die Hälfte landwirtschaftlich genutzt wird und ein Drittel aus Wald besteht.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 985 unter dem Namen „Williheringa“, was auf eine Siedlung des Williheri hindeutet. Seit dem 12. Jahrhundert gehörte Wilhering zu Österreich, und 1146 wurde hier ein Zisterzienserkloster gegründet. Im 15. Jahrhundert wurde der Ort dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugeordnet. Ein schwerer Brand zerstörte 1733 das Kloster, das anschließend im Rokoko-Stil wiederaufgebaut wurde. Während der NS-Zeit gehörte Wilhering zum Gau Oberdonau, und das Stift beherbergte zeitweise die Technische Hochschule Linz.
Prägend für Wilhering ist das Zisterzienserstift, das bis heute das Ortsbild dominiert. Die barocke Klosteranlage mit ihrer Rokoko-Kirche zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Region. Der Markt selbst entwickelte sich um das Stift herum und wurde 1979 zur Marktgemeinde erhoben. Die landschaftliche Vielfalt mit Donau, Wäldern und Hügelland bietet zudem Erholungsmöglichkeiten.