Waldsassen liegt im Norden der Oberpfalz, eingebettet zwischen dem Kohlwald und dem Oberpfälzer Wald, im Tal der Wondreb. Nur wenige Kilometer entfernt liegt die tschechische Stadt Cheb, erreichbar über einen Grenzübergang. Als nördlichste Stadt der Region prägt sie das Stiftland kulturell und wirtschaftlich.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als Markgraf Diepold III. Zisterziensermönche aus Thüringen berief, um ein Kloster zu gründen. Dieses entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Klöster Bayerns und erhielt später den Status einer Reichsabtei. Nach wechselnder Herrschaft und einer Phase der Reformation wurde das Kloster 1803 säkularisiert. Erst im 17. Jahrhundert entstanden außerhalb der Klosteranlage erste Häuser, gegründet von zugewanderten Tuchmachern. Die Eisenbahnverbindung nach Eger brachte im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung, und 1896 erhielt Waldsassen die Stadtrechte.
Die Stiftsbasilika mit ihrer gewaltigen Gruft und einem reichen Reliquienschatz gilt als Wahrzeichen der Stadt. Das ehemalige Kloster der Zisterzienserinnen beherbergt heute eine kunstvolle Stiftsbibliothek. Regelmäßig finden klassische Konzerte und Musikseminare statt, darunter die Internationale Orgelakademie. Das Kunsthaus Waldsassen zeigt Ausstellungen und bietet Raum für weitere kulturelle Veranstaltungen. Die Umgebung lädt mit einem Naturerlebnisgarten und Sportmöglichkeiten wie einer Skianlage zum Verweilen ein.