Waldzell liegt im oberösterreichischen Innviertel, eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Hausruck- und Kobernaußerwaldes. Die Landschaft steigt von etwa 520 auf 750 Meter an und wird von Bächen wie der Waldzeller Ache durchzogen. Im Süden grenzt die Gemeinde an Riedelbach und Rabenbach, die zugleich die Grenze zu anderen Bezirken markieren. Fast die Hälfte des Gemeindegebiets ist bewaldet, während fast ebenso viel landwirtschaftlich genutzt wird.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in Bronzearmringen aus der Hallstattzeit und römischen Münzen. Eine dauerhafte Ansiedlung begann vermutlich im 5. Jahrhundert von Nordosten her. Urkundlich taucht Waldzell erstmals im 13. Jahrhundert als Pfarre auf. Die heutige Kirche entstand 1490 im gotischen Stil, ihr prächtiger Barockaltar wurde 1683 von Thomas Schwanthaler geschaffen. Lange Zeit gehörte der Ort zu Bayern, bis er 1779 mit dem Innviertel an Österreich fiel.
Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrem Netzrippengewölbe und barockem Stuck prägt das Ortsbild. Ein verwitterter Grenzstein erinnert an die ehemalige Grenze zwischen Bayern und Österreich. Waldzell brachte Persönlichkeiten wie den Skispringer Andreas Goldberger hervor und erhielt mehrfach die Auszeichnung als „schönstes Dorf Oberösterreichs“. Das Gemeindewappen vereint einen grünen Ast und eine goldene Rose und spiegelt damit historische Besitzverhältnisse und lokale Erfolge wider.