Warburg liegt im Osten Nordrhein-Westfalens, im Kreis Höxter, und gehört zur fruchtbaren Warburger Börde. Die Stadt breitet sich auf einem Bergrücken aus, wobei die Altstadt im Tal der Diemel und die Neustadt auf höherem Gelände liegt. Die Diemel durchfließt den Süden des Gebiets, während die Twiste und der Desenberg als markante Erhebungen das Landschaftsbild prägen. Mit seiner Lage nahe dem Dreiländereck zu Hessen und in der Nähe von Paderborn, Kassel und Göttingen ist Warburg verkehrsgünstig eingebunden.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem frühen 11. Jahrhundert, doch die Entwicklung zur Stadt vollzog sich im Mittelalter, als Warburg Teil der westfälischen Hanse wurde. Als Sitz des Kreises Warburg prägte die Stadt über Jahrzehnte die regionale Verwaltung, bis die Kreisreform 1974 diese Funktion beendete. Seit 2012 trägt sie offiziell den Titel Hansestadt, der auf ihre historische Bedeutung verweist.
Das Stadtbild wird von historischen Bauwerken und einer gut erhaltenen Stadtmauer mit Türmen geprägt, weshalb Warburg auch als „Rothenburg Westfalens“ gilt. Die umliegenden Kalk-Halbtrockenrasen sind Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere, darunter Orchideen und Widderchen. Die fruchtbaren Böden der Börde begünstigen seit jeher die Landwirtschaft, während die vulkanischen Erhebungen wie der Desenberg mit seinen Burgruinen besondere Naturdenkmäler bilden.