Borgentreich liegt in der fruchtbaren Warburger Börde, eingebettet zwischen Eggegebirge und Weser an der Grenze zu Hessen. Der Ort wird vom Mühlenbach durchzogen, während die umliegenden Stadtteile wie Körbecke und Lütgeneder von weiteren Bächen wie Vombach und Eggel geprägt sind. Die Landschaft zeigt deutliche Höhenunterschiede: Der niedrigste Punkt liegt bei 169 Metern, der höchste, der Hohe Berg, erreicht 371 Meter nahe der hessischen Grenze.
Erstmals erwähnt wurde Borgentreich im Jahr 1280, als der Paderborner Bischof die Erlaubnis zur Stadtbefestigung erhielt. Ursprünglich gehörte der Ort zum Bistum Paderborn und war Teil des Hochstifts, das später im Heiligen Römischen Reich eine bedeutende Rolle spielte. Im 14. bis 16. Jahrhundert zählte Borgentreich zu den vier Hauptstädten des Hochstifts und war Sitz einer Richterei. Nach wechselnden Herrschaften unter preußischer und westphälischer Verwaltung wurde Borgentreich 1816 dem Kreis Warburg zugeordnet.
Heute ist Borgentreich als „Orgelstadt“ bekannt und bewahrt seine historische Prägung durch die erhaltene Stadtmauer mit dem Balkenturm. Die katholische Tradition ist stark ausgeprägt, doch erinnern auch jüdische Friedhöfe und eine ehemalige Synagoge an die vielfältige Geschichte. Die Stadt gliedert sich in zwölf Stadtbezirke, die 1975 zu einer größeren Einheit zusammengefasst wurden.