Weilerswist liegt im Nordwesten des Kreises Euskirchen, eingebettet zwischen der fruchtbaren Zülpicher Börde und dem Vorgebirge, am Rande der Ville. Zwei Flüsse durchziehen das Gebiet: im Osten die Swist, im Westen die Erft, die hier von vier kleineren Bächen gespeist wird. Im Norden grenzt die Gemeinde an die Städte Brühl und Erftstadt, im Osten an Bornheim und Swisttal, im Süden an die Kreisstadt Euskirchen und im Westen an Zülpich.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, als Kelten, Germanen und besonders die Römer hier lebten und arbeiteten. Ein bedeutendes Kultzentrum befand sich auf dem Swister Berg, wo Matronen und die Göttin Diana verehrt wurden. Später prägten fränkische Siedler die Gegend, deren Spuren sich in Ortsnamen wie Lommersum oder Derkum zeigen. Die erste schriftliche Erwähnung Weilerswists stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert, doch bereits zuvor gehörte das Gebiet zum Einflussbereich des Kölner Erzbischofs.
Heute besteht die Gemeinde aus sechs Ortschaften und fünfzehn Ortsteilen. Ihr Wahrzeichen ist das „Swister Türmchen“, das im Wappen gemeinsam mit dem Lommersumer Adler erscheint. Die Umgebung mit ihren fruchtbaren Böden und historischen Stätten prägt das Bild, während moderne Herausforderungen wie die Flutkatastrophe 2021 die Gemeinde geprägt haben.