Euskirchen liegt im Rheinland am Rand der Eifel, eingebettet in die fruchtbare Zülpicher Börde. Durch das Zentrum fließt der Veybach, während die Erft das Stadtgebiet durchzieht. Mit einer Fläche von über hundert Quadratkilometern erstreckt sich die Stadt über hügeliges Gelände, dessen höchster Punkt der Hahnenberg mit über vierhundert Metern erreicht. Die Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Wäldern im Süden und sanften Auen im Norden.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Bronzezeit zurück, doch erstmals urkundlich erwähnt wurde Euskirchen im neunten Jahrhundert als „Kirche auf der Aue“. Im Mittelalter entwickelte es sich zu einem wichtigen Handelsplatz zwischen Köln, Aachen und Trier, begünstigt durch seine Lage an alten Handelsrouten. Die Stadtrechte erhielt Euskirchen zu Beginn des vierzehnten Jahrhunderts, woraufhin eine Stadtmauer mit Wehrtürmen entstand. Jahrhundertelang stand die Stadt unter der Herrschaft der Herzöge von Jülich und diente als eine der vier Hauptstädte ihres Fürstentums.
Heute prägen mittelalterliche Reste wie Teile der Stadtmauer und drei Wehrtürme das Bild der Altstadt, die von einer modernen Fußgängerzone durchzogen wird. Die Martinskirche, einst zentraler Bezugspunkt der Region, steht noch immer auf der einstigen Aue. Die Stadt ist bekannt für ihre regionale Mundart, das Eifeler Platt, das sich vom Kölner Platt unterscheidet. Zwei Talsperren im Süden zeugen von der industriellen Vergangenheit, während die Erft als wichtigster Fluss die Landschaft durchzieht.