Weingraben liegt versteckt im Mittelburgenland, wo sanfte Hügel in die Bucklige Welt übergehen. Im Westen begrenzt die Rabnitz das Gemeindegebiet, im Osten fließt der Mitteraubach vorbei. Der Ort selbst breitet sich auf etwa 415 Meter Höhe aus, während sich das bewaldete Gemeindegebiet nach Norden bis auf 600 Meter erhebt. Mit nur einem einzigen Dorf ist Weingraben eine der kleinsten Gemeinden des Landes, umgeben von ausgedehnten Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Die Geschichte Weingrabens reicht bis in keltische Zeiten zurück, als das Gebiet zum Königreich Noricum gehörte. Später lag es in der römischen Provinz Pannonia, bevor es jahrhundertelang unter ungarischer Herrschaft stand. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde es Teil Österreichs und gehört seitdem zum Burgenland. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1588, als kroatische Siedler hier ein neues Zuhause fanden. Bis 1976 war Weingraben sogar ein Ortsteil von Kaisersdorf.
Heute prägen die burgenlandkroatische Kultur und die ländliche Idylle den Ort. Die katholische Filialkirche St. Maria Magdalena ist ein zentraler Punkt im Dorfleben. Bekannt wurde Weingraben auch durch den Philosophen Volker Zotz, der hier in den frühen 1990er Jahren lebte und arbeitete. Die Gemeinde ist Teil des Naturparks Landseer Berge, der mit seiner unberührten Landschaft zum Verweilen einlädt.