Wejherowo liegt in der historischen Landschaft Pommerellen, eingebettet im breiten Urstromtal der Reda, nur etwa zwanzig Kilometer nordwestlich von Gdynia entfernt. Die Stadt befindet sich auf einer Höhe von dreißig Metern über dem Meeresspiegel, nahe der Danziger Bucht, und ist rund vierzig Kilometer vom Flughafen Danzig entfernt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung in der Region reichen bis in die Bronzezeit zurück, darunter ein prähistorisches Gräberfeld und ein Steinkistengrab mit einer Gesichtsurne. Im 14. Jahrhundert gehörte das Gebiet zum Deutschordensland Preußen, später zum autonomen Polnisch-Preußen. 1576 übernahm Ernst von Weiher die Herrschaft über die Siedlung Schmechau, nahe dem späteren Stadtgebiet. 1643 gründete Jakob von Weiher, Woiwode der Marienburg, die Siedlung Weihersfrei, die später als Wejherowo bekannt wurde. Er ließ eine Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit errichten und gründete einen Wallfahrtsort mit einem Kreuzweg und Kalvarienberg. 1650 erhielt der Ort Stadtrecht nach preußischem Kulmer Recht und wurde zur einzigen von einer Privatperson gegründeten Stadt in Pommerellen.
Wejherowo ist geprägt von seiner barocken Wallfahrtsarchitektur, darunter die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit und die Kirche der Heiligen Anna. Der historische Kalvarienberg mit seinen Kapellen zieht bis heute Pilger an. Die Stadt war im Laufe der Jahrhunderte im Besitz verschiedener Adelsfamilien und wechselte mehrfach zwischen polnischer und deutscher Herrschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung vertrieben, und die Stadt erhielt ihren heutigen Namen zurück. Heute ist Wejherowo Sitz des Powiat Wejherowski und bekannt für seine kulturelle Tradition, insbesondere die kaschubische Identität.