Welden liegt im schwäbischen Landkreis Augsburg und ist Zentrum des Holzwinkels innerhalb des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder. Der Ort erstreckt sich in einem Talkessel der Laugna, einem Nebenfluss der Zusam, während die Einöde Ehgatten und das Kirchdorf Reutern auf einer Anhöhe zwischen den Tälern liegen. Der Markt umfasst drei Gemeindeteile, wobei Welden selbst als Hauptort fungiert.
Der Name des Ortes verweist auf eine frühe Rodungssiedlung, die bereits Ende des 9. Jahrhunderts entstand, als das Laugna-Tal von Norden her besiedelt wurde. Urkundlich erstmals 1156 erwähnt, war Welden Stammsitz des Adelsgeschlechts der Herren von Welden. Im Jahr 1402 erhielt der Ort das Marktrecht, bevor die Fugger 1597 die Herrschaft übernahmen und bis 1764 innehatten. Nach kurzer österreichischer Zugehörigkeit kam Welden 1806 zu Bayern.
Welden prägt eine katholische Pfarrkirche mit Fresken von Matthäus Günther sowie die Votivkirche St. Thekla, die als Klosterkirche der Karmelitinnen dient. Ein spätgotisches Friedhofskapelle, ein ehemaliges Schloss und ein Kloster ergänzen das bauliche Erbe. Die Naturdenkmale wie die Ganghofer-Allee und historische Bodendenkmäler wie der Ringwall Schneeburg unterstreichen die landschaftliche und kulturelle Bedeutung. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Ludwig Ganghofer, der hier einen Teil seiner Kindheit verbrachte, und Joseph Maria Graf Fugger von Wellenburg, der die Votivkirche stiftete, verbinden sich mit dem Ort.