Wertingen liegt im Norden Schwabens, am Fluss Zusam kurz vor deren Mündung in die Donau. Die Stadt wird durch einen langgezogenen Höhenrücken vom Donauried getrennt und gehört zum Naturpark Augsburg-Westliche Wälder, der von mehreren Flüssen eingerahmt wird. Nachbarorte sind unter anderem Meitingen und Binswangen, während Augsburg, Donauwörth und Dillingen nicht weit entfernt sind.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung stammen von den Kelten, die hier Eisen verarbeiteten. Später siedelten Römer und Alemannen in der Gegend, bevor das Christentum Einzug hielt. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Wertingen im frühen 12. Jahrhundert, als es unter staufische Herrschaft kam und zur befestigten Marktstadt ausgebaut wurde. Im Lauf der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, darunter an die Augsburger Patrizierfamilie Langenmantel und die Grafen von Pappenheim. Wertingen erlebte Kriege, Brände und sogar eine bedeutende Schlacht während der Napoleonischen Kriege.
Die Altstadt mit ihren markanten Giebeln aus dem 17. und 18. Jahrhundert prägt das Bild der Stadt. Besonders sehenswert ist die zinnengekrönte Doppelturmkirche St. Martin, die nach einem Brand im Dreißigjährigen Krieg barock umgestaltet wurde. Das Wertinger Schloss, ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert, beherbergt heute ein Heimatmuseum. Mehrere Museen wie ein Radiomuseum oder ein Ofenmuseum zeigen die regionale Geschichte. Seit 1989 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Fère-en-Tardenois.