Werdau liegt im Westen Sachsens, eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft am Fluss Pleiße. Die Stadt breitet sich am Rand des Westerzgebirges aus, wo sich das Erzgebirgsbecken öffnet, und grenzt im Osten an das Landschaftsschutzgebiet Werdauer-Greizer Wald. Die nächste größere Stadt ist Zwickau nur wenige Kilometer entfernt, während Chemnitz und Gera in Thüringen liegen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Zeit der Slawen und Germanen zurück, doch der Ort wurde erst im Mittelalter durch deutsche Siedler geprägt. Urkundlich erwähnt wird Werdau erstmals im frühen 14. Jahrhundert, erhielt aber bereits Ende des 13. Jahrhunderts Stadtrechte. Über Jahrhunderte prägte die Tuchmacherei das wirtschaftliche Leben, bis im 19. Jahrhundert die Textilindustrie aufkam. Die günstige Lage an einer wichtigen Handelsroute begünstigte den Aufschwung als Markt- und Handwerksstadt.
Heute ist Werdau vor allem für seine historische Innenstadt bekannt, darunter das Rathaus aus dem frühen 20. Jahrhundert und die Marienkirche mit ihrem markanten Glockenturm. Die Stadt blickt auf eine lange Sporttradition zurück, darunter die Gründung der ersten Turngemeinde Sachsens. Auch kulturell hinterließ die Zeit als Kreisstadt der DDR Spuren, etwa durch den Bau großer Wohnsiedlungen. Die Umgebung mit Wäldern und Teichen lädt zum Verweilen ein.