Weßling liegt im oberbayerischen Landkreis Starnberg, etwa 25 Kilometer südwestlich von München. Eingebettet zwischen Ammersee und Starnberger See umschließt der Ort vollständig den Weßlinger See, den kleinsten See im Fünfseenland. Der historische Kern entstand am westlichen Ufer dieses Sees. Die Gemeinde besteht aus sieben Gemeindeteilen, darunter Hochstadt, Oberpfaffenhofen und Weichselbaum, und umfasst die Gemarkungen Hochstadt, Oberpfaffenhofen sowie Weßling.
Die Besiedlung reicht bis zur bajuwarischen Landnahme zurück, nachdem die Römer das Gebiet verlassen hatten. Urkundlich erstmals 1217/1218 als Wezzilingen erwähnt, geht der Name auf den bajuwarischen Personennamen Wezil zurück. Weßling war zunächst Teil der andechsischen Vogtei Neufahrn, bevor es nach dem Ende der Andechser 1248 an die Herrschaft Seefeld überging. Die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt wurde 1453 erstmals urkundlich genannt. Im Rahmen der bayerischen Gebietsreform wurden 1972 und 1976 die Gemeinden Hochstadt und Oberpfaffenhofen eingegliedert.
Weßling wirbt als „Künstlerdorf“ und verweist auf Maler wie Pierre-Auguste Renoir, der hier 1910 weilte. Am Seeufer erinnern Skulpturen an einen Bildhauer-Wettbewerb. Persönlichkeiten wie der Architekt Erich Schneider-Wessling oder der Entertainer Thomas Gottschalk lebten zeitweise am Weßlinger See. Die Gemeinde ist durch die Autobahn A 96 und die S-Bahn-Linie S8 gut an München angebunden und liegt in der Tourismusregion Starnberg-Ammersee.