Grafrath liegt in Oberbayern, wo sich die Gemeinde beiderseits der Amper ausbreitet. Rund zehn Kilometer südwestlich von Fürstenfeldbruck und etwa 30 Kilometer westlich von München erstreckt sie sich in einer von Fluss und Moos geprägten Landschaft. Zu ihr gehören fünf kleinere Orte: das Pfarrdorf Unteralting, das Kirchdorf Grafrath mit der namensgebenden Wallfahrtskirche, Höfen, das Dorf Mauern und Wildenroth.
Die Wurzeln reichen bis in die Zeit der Bajuwaren zurück. Unteralting wurde erstmals im frühen 9. Jahrhundert erwähnt, als eine Marienkirche in Höfen entstand. Grafrath selbst verdankt seinen Namen dem Grafen Rath, einem königlichen Amtsträger der Karolingerzeit, der hier ein Kloster und eine Kirche gründete. Mauern und Wildenroth waren lange von Adelsherrschaften und Klöstern geprägt, bis sie im 19. Jahrhundert in staatliche Verwaltung übergingen. Die heutige Gemeinde entstand 1972 durch den Zusammenschluss von Unteralting und Wildenroth.
Prägend ist die Wallfahrtskirche St. Rasso, die auf einer Landzunge im Ampermoos steht. Die Umgebung bietet geologische Besonderheiten wie Toteislöcher und Endmoränen. Wildenroth bewahrt die Reste einer mittelalterlichen Burg, während Mauern mit seiner kleinen St.-Georgs-Kapelle auf eine klösterliche Vergangenheit verweist. Die Amper prägte einst auch den Tourismus, als Dampfschiffe Ausflügler von Grafrath zum Ammersee brachten.