Westerburg liegt eingebettet im Tal des Schafbachs im Oberen Westerwald, nur wenige Kilometer von Hessen entfernt. Der Hülsbach mündet hier in den Schafbach, während sich der Schlossberg mit der alten Oberstadt und dem Schloss über das Tal erhebt. Die Stadt ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde und gilt als Mittelzentrum.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in Form von Urnen aus der Zeit um 700 v. Chr. Die erste urkundliche Erwähnung eines Ortsteils datiert auf 879, doch Westerburg selbst wird erst 1209 in einer Urkunde genannt. Damals gehörte die Siedlung zur Herrschaft Runkel, bis sie sich 1288 als eigenständige Linie der Leininger Grafen etablierte. 1292 erhielt Westerburg Stadtrechte und entwickelte sich trotz mehrerer verheerender Brände, die die Stadt immer wieder zerstörten.
Heute prägen vor allem die mittelalterliche Burg und die nach den Brandkatastrophen neu angelegten Straßen das Stadtbild. Die evangelischen Kirche mit ihrem spätromanischen Turm und die Überreste der Stadtbefestigung zeugen von der langen Geschichte. Die Stadt ist umgeben von Naturlandschaften wie dem Wiesensee und grenzt an Orte wie Gemünden und Guckheim.