Hadamar liegt im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg am Südrand des Westerwalds, wo der Elbbach durch das Gelände fließt. Die Höhenlage der Stadt variiert zwischen 120 und 390 Metern über dem Meeresspiegel. Im Norden grenzt sie an Gemeinden wie Dornburg und Elbtal, im Osten an Beselich, im Süden an die Kreisstadt Limburg und im Westen an Hundsangen in Rheinland-Pfalz.
Erstmals erwähnt wurde Hadamar im Jahr 832 als Hatimer in einer karolingischen Urkunde. Im frühen 14. Jahrhundert erhielt die Stadt durch Graf Emich Bedeutung, der eine Wasserburg errichtete und 1324 die Stadtrechte verlieh. Nach einem verheerenden Brand 1540 prägte Graf Johann Ludwig von Nassau-Hadamar die Stadt im 17. Jahrhundert durch den Ausbau zum barocken Residenzort mit Schloss und Ansiedlung katholischer Orden. Später wurde Hadamar Teil verschiedener Territorien, bis es 1866 zu Preußen kam und 1870 einen Eisenbahnanschluss erhielt.
Heute ist Hadamar bekannt für die barocke Schlossanlage und das Hadamarer Barock als kulturelle Epoche. Die Vitos Klinik mit ihrer Gedenkstätte erinnert an die NS-Tötungsanstalt, in der während des Zweiten Weltkriegs Menschen mit Behinderungen ermordet wurden. Die Stadt gliedert sich in sechs Stadtteile und bewahrt mit ihrer Waldfläche von über 600 Hektar eine grüne Umgebung.