Westerkappeln liegt im nördlichen Nordrhein-Westfalen, am Rand des Tecklenburger Landes, wo sich das Norddeutsche Tiefland nach Süden hin zum Teutoburger Wald erhebt. Etwa acht Kilometer westlich von Osnabrück gelegen, grenzt die Gemeinde im Süden an den bewaldeten Höhenzug, während im Norden niedersächsisches Gebiet beginnt. Neun weit verstreute Bauerschaften wie Seeste oder Lada prägen die großflächige Gemarkung, zu der auch der Ortsteil Velpe gehört.
Der Name verrät seine kirchliche Vergangenheit: Eine Kapelle im Westen des Bistums Osnabrück gab dem Ort seinen Namen, erstmals erwähnt im 11. Jahrhundert. Eine Nebenburg des Grafen von Ravensberg entstand um 1100 und entwickelte sich zum Rittergut Haus Cappeln. Ein verheerender Brand 1779 zerstörte fast das gesamte Fachwerkdorf, doch preußische Hilfe ermöglichte einen schnellen Wiederaufbau. Bis 1939 bestand die Gemeinde aus zwei Teilen, die dann zur heutigen Einheit verschmolzen.
Heute ist Westerkappeln bekannt für seine kommunale Partnerschaft mit der namibischen Gemeinde Khorixas, die durch einen Posaunenchorkreis angestoßen wurde. Das Gemeindewappen zeigt Reinhild von Westerkappeln, eine historische Figur des Ortes. Im Süden thront der Hollenbergs Hügel mit einer katholischen Kindertagesstätte, während das Schulzentrum an der Osnabrücker Straße längst die alten Dorfschulen abgelöst hat.