Wildflecken liegt in der Rhön, einer Mittelgebirgslandschaft, nahe der Grenze zu Hessen. Der Ort grenzt im Norden an hessische Gemeinden und ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Durch die Nähe zu den Schwarzen Bergen und den Flüssen Sinn und Wölbersbach ist die Umgebung von Wald und naturbelassenen Landschaften geprägt.
Der Ort entstand im 16. Jahrhundert als Ansammlung von Waldsiedlungen und erhielt später seinen Namen, der „Ort in der Wildnis“ bedeutet. Im 20. Jahrhundert wurde Wildflecken durch einen Truppenübungsplatz geprägt, der während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangenenlager diente. Nach dem Krieg beherbergte es ein großes Lager für Displaced Persons, darunter viele Polen. Später nutzten die US-Armee und später die Bundeswehr das Gelände.
Wildflecken ist bekannt für seine barocke Pfarrkirche St. Josef und die Wallfahrtskirche Maria Ehrenberg. Ein besonderes Mahnmal ist der Kreuzweg der Nationen, der an die Opfer der Weltkriege erinnert. Das Biosphärenzentrum „Haus der Schwarzen Berge“ informiert über die Natur der Rhön. Jährlich findet das „Wilde Sommer“-Fest statt, das Musik und regionale Produkte verbindet. Die Rhön-Kaserne und der Truppenübungsplatz prägen bis heute das Bild des Ortes.