Winterbach liegt im Remstal, einem Tal im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis, etwa 23 Kilometer östlich von Stuttgart. Der Ort erstreckt sich beiderseits der Rems, die hier westwärts fließt, zwischen Schorndorf im Osten und Remshalden im Westen. Während der Hauptort links des Flusses liegt, prägen Gewerbegebiete auf der rechten Seite das Bild. Die Gemarkung reicht im Süden bis in den Schurwald und im Norden bis zu den ersten Ausläufern der Berglen.
Erstmals erwähnt wurde Winterbach im 11. Jahrhundert, als Kaiser Heinrich III. hier eine Urkunde ausstellte. Der Ort gehörte lange zum Reichsgut und wechselte später in den Besitz der Grafen von Württemberg. Prägend war die Michaelskirche, die bereits im Mittelalter entstand und deren Fresken aus der Zeit der Reformation stammen. Weinbau lässt sich seit dem 13. Jahrhundert nachweisen, doch der Dreißigjährige Krieg und spätere Hochwasser hinterließen ihre Spuren. Im 19. Jahrhundert versuchte man vergeblich, durch schwefelhaltige Quellen einen Kurbetrieb zu etablieren, bevor Industrie und Dienstleistungen die Wirtschaft prägten.
Heute ist Winterbach eine Gemeinde mit dörflichem Charakter, die sich trotz wirtschaftlicher Stärke ihre ländliche Atmosphäre bewahrt hat. Die Michaelskirche mit ihren historischen Fresken und die neuere katholische Kirche Mariä Himmelfahrt sind prägende Bauwerke. Die Ortsteile Engelberg und Manolzweiler liegen in den umliegenden Hügeln, während Weinberge an den Südhängen auf die lange Tradition des Weinbaus verweisen. Regelmäßige Sanierungen des Ortskerns und die Erschließung neuer Baugebiete zeigen die dynamische Entwicklung der Gemeinde.