Wolverhampton liegt im Herzen der englischen Region West Midlands, etwa zwanzig Kilometer nordwestlich von Birmingham. Die Stadt erstreckt sich auf dem Midlands Plateau in etwa 120 Metern Höhe und wird von mehreren Flüssen durchzogen, darunter der Penk und der Tame, die in den Trent münden, sowie der Smestow Brook, der über den Stour zum Severn fließt. Damit liegt Wolverhampton genau auf der britischen Wasserscheide, die das Land in zwei Entwässerungsgebiete teilt. Nördlich und westlich der Stadt beginnen die sanften Hügellandschaften von Staffordshire und Shropshire.
Die Wurzeln Wolverhamptons reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Eine Legende führt die Gründung auf den angelsächsischen König Wulfhere zurück, der hier im 7. Jahrhundert ein Kloster errichten haben soll, doch historische Belege fehlen. Gesichert ist dagegen die Rolle der Stadt in der Schlacht von Tettenhall, in der angelsächsische Truppen 910 einen Sieg über die Dänen errangen. Im Jahr 985 schenkte König Æthelred der reichen Grundbesitzerin Wulfrun Land, auf dem sie ein Kloster gründete – an dessen Stelle heute die St. Peter’s Collegiate Church steht. Im 14. und 15. Jahrhundert entwickelte sich Wolverhampton zu einem wichtigen Zentrum des Textilhandels, was sich noch heute im Stadtwappen mit einem Stoffbündel widerspiegelt.
Wolverhampton prägt eine Mischung aus historischen Bauwerken und industriellem Erbe. Zu den ältesten Zeugnissen gehört die St. Peter’s Church aus dem 13. Jahrhundert, während ein Fachwerkhaus in der Victoria Street aus dem 17. Jahrhundert als ehemaliger Gasthof erhalten blieb. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre Verkehrsgeschichte: 1927 wurden hier die ersten automatischen Ampeln Englands installiert, und in den 1930er Jahren besaß Wolverhampton zeitweise das größte Oberleitungsbusnetz der Welt. Politisch sorgte die Stadt in den 1960er Jahren für Aufsehen, als der Abgeordnete Enoch Powell mit seiner umstrittenen „Rivers of Blood“-Rede für Schlagzeilen sorgte. Heute verbindet Wolverhampton seine industrielle Vergangenheit mit einer lebendigen Gegenwart.